Stockwaagen werden in Deutschland flächendeckend eingesetzt. Ergebnisse der Messungen werden in den Imkerei-Fachblättern als sogenannte Waagstockberichte veröffentlicht.
Durch den Imkerverein Starnberg ist es mir möglich, ein Volk auf einer modernen Stockwaage der Fa. Capaz zu bewirtschaften. Die Waage ermittelt 7 x täglich das Gewicht, die min./max. Außentemperatur, die Luftfeuchtigkeit, den Niederschlag und
die Stocktemperatur. Diese Werte werden täglich per Handy übertragen. Die letzten 30 Tage können auf hier eingesehen werden.
Ich führe auf dieser Seite ein Ereignis-Tagebuch. Wann immer etwas Außergewöhnliches am Volk passiert, gebe ich die dazugehörigen Informationen hier zeitnah kund.
Standort der Stockwaage ist Buchendorf.
Honigernte 2011: Summe 63 kg
20. Mai: 24 kg
28. Mai: 11 kg
14. Juni: 2 kg
24. Juni: 18 kg
28. Juli: 8 kg
19. Mai
Ich habe heute die Drohnenbrut (0,9 kg) geschnitten. Der Schwarmtrieb ist nicht ausgeprägt.Noch blüht der Raps.
Trotz der Eisheiligen sind die Honigwaben noch nicht ausreichend (nur bis 20%) verdeckelt.
12. Mai
8 kg an einem Tag sind der bisherige Rekord seit dem wir die Stockwaage haben. Da hat alles gestimmt: optimale Volksentwicklung zur Blütezeit vom Raps, trotzdem keine Schwarmstimmung, 12 Stunden Sonnenschein bei sehr warmem Wetter und trotzdem einen Regenguss vor ein paar Tagen. Und jetzt kommen die Eisheiligen.
Mit jetzt fast 40 kg Gewichtszunahme und noch nicht verdeckelten Honigwaben, werde ich zur Sicherheit noch einen dritten Honigraum auf zusetzen.
10. Mai
Ich habe eine zusätzliche Brutwabe eingehängt.
Leider überträgt das Capaz-Programm die Bemerkungen nicht. Ich habe Kontakt mit Capaz aufgenommen.
04. Mai
Ich habe heute Drohnenbrut geschnitten (0,5 kg) und noch einen Honigraum aufgesetzt. Das Rapsfeld bringt jetzt den Honig. Der Löwenzahn ist schon mit der Blüte fast fertig.
28. April
Sommerliches Wetter. Der Löwenzahn auf 4 Hektar in ca. 1 km blüht und bei den Temperaturen honigt er auch. Die ersten gelben Tupfer sind im Rapsfeld in knapp 2 km Entfernung zu erkennen. Ansonsten gibt es den üblichen Mix aus dem Wald: Wildkirsche, Spitzahorn etc.
Am 26 . April habe ich ca. 400 gr. Drohnenbrut geschnitten.
24. April
Die Kälteperiode ist überstanden. Ab jetzt geht es mit den Temperaturen aufwärts. Die Kirsche blüht und ich habe heute den Honigraum aufgesetzt. Allerdings war es mit 2 Grad heute Morgen zu kalt für eine Durchsicht.
16. März
Es war offensichtlich nicht nur die Batterie. Die Werte sind jetzt vom Capaz-Server nachgetragen.
Ich habe das Volk ausgewintert. Ein Teil der Bienen hockte auf alter Brut und war verhungert. Ich tippe das Volk hatte vor der Kälteperiode im Febr. bereits Brut und hat das Futter nebendran nicht geholt. Ich habe mehrere Waben entsorgen müssen und sie durch Futterwaben ersetzt. Daher ist das Gewicht gestiegen.
Ich habe die Völker mit Milchsäure (15%) behandelt. In den ersten 24 Stunden sind allerdings kaum Milben abgefallen.
Tote und halbtote Völker die auf der toten Brut sitzen hatte ich diesen Winter bei ca. 20% der Völker. Der Januar war zu warm, die zwei Wochen mit zweistelligen Minuswerten haben dann für die Verluste gesorgt.
Der Futterverbrauch durch die Völker ist nach meiner Meinung groß. Ich habe ca. 1/3 der Völker nachfüttern müssen.
Nachdem ich alle Völker ausgewinter habe, ergibt sich eine traurige Bilanz: 26% Verluste durch Varroa und co plus zusätzlich 4 Völker durch die Dummheit von Neugieriger. Die haben bei der Kälte im Februar die Beuten geöffnet, Waben gezogen und haben alles liegen lassen. Bis ich es dann gemerkt habe, waren zwei schon tot und zwei waren dann nach der Kälteperiode auch hin. Ärgerlich, sehr ärgerlich.
12. März
Batterie ist geladen und wieder eingesetzt
11. März
Die Batterie ist leer. Ich habe sie heute geholt zum aufladen.
28. Februar 2012
Der erste Reinigungsflug war am 16. Febr., am 24. Febr. habe ich das Flugloch frei geräumt. Es gibt doch einigen Totenfall bei dem Stockwaagenvolk.
Leider ist die Varroasitation sehr unterschiedlich. An zwei Standorten habe ich nur einzelne Völker verloren, dafür an zwei anderen Standorten erhebliche Verluste. In Buchendorf sind die Hälfte der Beuten leer.
Ich erkläre mir das mit der Reinvasion im Sept. 2011. Leider konnte ich nicht alle Völker gleichzeitig mit dem Nassenheiderverdunster behandeln, denn ich habe nur für die Hälfte der Völker Verdunster. Die Standorte die ich zuerst behandelt habe, sind noch in Ordnung, die in der zweiten Woche (s.a. 13. Okt. 2011) haben die Verluste. Ich gehe davon aus, dass ich einfach zu spät dran war. Der warme Herbst hat seinen Tibut gefordert. Ich denke aber auch das Phaceliafeld in Buchendorf mit der Blüte bis Ende Okt. hat seinen Beitrag zu der bescheidenen Varroasituation geleistet.